Unser Pflegekonzept
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Alle Bewohnerinnen und Bewohner, die in unser Haus einziehen, lebten vorher wahrscheinlich in der eigenen Familie oder vielleicht auch alleine in einer Wohnung. Alles ist vertraut, die Räume, Schränke, Plätze, an denen wichtige Unterlagen liegen, tägliche Rituale. Man kennt sich aus, kennt seit Jahren den eigenen, täglichen Rhythmus. Die Beweggründe nun in ein Pflegeheim zu ziehen sind sehr unterschiedlich und vielfach mit großem seelischem Schmerz verbunden. Häufig kommen Bewohnerinnen und Bewohner durch eine bereits seit längerem bekannte Krankheit oder eine unerwartete Krankheit ins Krankenhaus. Das Leben danach bedeutet oft, dass die alleinige Versorgung zu Hause, durch die Familie oder die ambulanten Dienste nicht mehr möglich ist. Die Entscheidung ins Heim zu ziehen, fällt meistens von jetzt auf gleich. In den ersten Tagen des Einzugs ist alles fremd und unbekannt. Die neuen Bewohnerinnen und Bewohner müssen sich räumlich, zeitlich, menschlich, soweit es ihnen möglich ist völlig neu orientieren. Da bietet das Pflegezimmer einen angenehmen Rückzugsort. Der Weg über den Flur bringt eine gewisse Unsicherheit, weil die bisherige, eigene, häusliche Umgebung überschaubar war. Der nächste sichere Platz und die Frage, was kommt dort auf mich zu, ist er Gemeinschaftsraum der Bewohnerinnen und Bewohner. Er befindet sich genau in der Mitte der rechten und linken Stationsflügel. Erste Kontakte werden aufgenommen. Der Gemeinschaftsraum des Wohnbereichs 0 unterscheidet sich von dem Wohnbereich 1 durch die Unterteilung in zwei Areale. Das angrenzende Areal ist mit einem blauen Teppichboden und rustikalem Eichenmobiliar ausgestattet. Er ist als Fernsehraum oder für Besuche der Bewohnerinnen und Bewohner angedacht. Über die Zusammenstellung der Tischkombinationen entscheiden die Bewohnerinnen und Bewohner selbst. Die gemeinschaftlichen Unternehmungen des Wohnbereichs 1 werden durch die an Demenz erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner geprägt, da kein Tag wie der andere ist. Die ersten Tage nach dem Einzug, sind überflutet von vielen Eindrücken, Informationen und fremden Gesichtern. Langsam findet man sich in dem täglichen Ablauf zurecht. Dabei ist eine feste Tagesstruktur, besonders für demenziell veränderte Bewohnerinnen und Bewohner, dass Seil, an dem sie Halt finden. Es ist das Ziel aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hause Geborgenheit, Zuwendung und Sicherheit zu geben. Das Schaffen einer sicheren, heilenden und gesundheitsfördernden Umgebung, im Einklang mit einer ärztlichen, rehabilitierenden Behandlung. Vorhandene Ressourcen erfahren und ausschöpfen, um dadurch Leistungsfähigkeitwieder fördern und erhalten können. Vielleicht sogar wieder einen Weg in die eigene Häuslichkeit oder Familie zu ermöglichen. Viele Bewohnerinnen und Bewohner sind an einer Depression erkrankt. Kommen aus Vereinsamung oder besonders belasteten Lebenssituationen. Hier ist Einfühlungsvermögen von größter Bedeutung. Sprache, Lautstärke, Geduld, Ruhe und Freundlichkeit, darauf reagieren Betroffene einer Depression hoch sensibel. Diese Stimmung kann ganze Tage positiv oder negativ prägen.