Unser Pflegekonzept
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Steuerung des Pflegeprozess im Haus Regenbogen Der Pflegeprozess gründet auf Basis der vier Schlüsselpunkte von Monika Krohwinkel Mensch - Umgebung - Gesundheit - Krankheit 1984 veröffentlichte sie erstmals ihr konzeptionelles Modell der Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens, den sogenannten AEDL´s. Frau Krohwinkel, war von 1993 bis 1999 Professorin für Pflege an der Evangelischen Fachhochschule in Darmstadt. Das Modell wurde erprobt und weiterentwickelt. Es war die erste von einer Pflegenden durchgeführten, wissenschaftlichen Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit. Damit Sie einen Einblick in einen Pflegeprozess bekommen, möchten wir Ihnen dies kurz darstellen!
Die Informationssammlung beschreibt den Ist Zustand des pflegebedürftigen Menschen. Hierbei wird die Möglichkeit von standarisierten Assesmentsinstrumenten genutzt. Diese Einschätzungen und Auswertungen der gesammelten Informationen können in den Pflegeprozess eingebunden werden.
        Was sind Pflegeprobleme? Eine Definition nach Frau Prof. Monika Krohwinkel lautet: Ein Pflegeproblem besteht, wenn Beeinträchtigungen die Selbständigkeit des Pflegebedürftigen einschränken und diese nicht eigenständig kompensiert werden können. Ein Pflegeproblem ist eine Einschränkung in einem oder mehreren AEDL´s = Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens die die/der Betroffene nicht eigenständig, jedoch durch pflegerisches Handeln kompensieren kann. Das Pflegepersonal wirkt den Defiziten entgegen, durch Beratung, Anleitung, Unterstützung oder der teilweisen Übernahme. Es kann auch Mischung aus allem sein, die täglich erneut zusammengestellt werden muss. Frau Prof. Krohwinkel beschreibt 3 übergeordnete Bereiche,  die Einfluss auf die Pflege haben: Das primär pflegerische Interesse: Das Interesse der Pflegenden richtet sich individuell auf die betroffene Person unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Bedürfnissen und Problemen. Die primär pflegerische Zielsetzung: Hier sind die Fähigkeiten des Pflegebedürftigen und die, der persönlichen Bezugsperson zur Gestaltung und Realisierung von Unabhängigkeit, Wohlbefinden und Lebensqualität im Mittelpunkt. Die primäre pflegerische Hilfeleistung: Pflege ist die Unterstützung durch Pflegefachpersonen zur möglichst selbstständigen Alltagsbewältigung durch Förderung der gesunden Anteile und durch Maßnahmen gegen die kranken Anteile.
Was ist das Ziel der Pflege? Ein Pflegeziel ist ein Ergebnis, das Bewohnerinnen oder Bewohner mit dem Pflegeteam in einem festgelegten Zeitraum erreichen wollen. Es beschreibt welche Fortschritte und Eigenständigkeiten erreicht bzw. welche Kompetenzen, auch Ressourcen, erhalten und genutzt werden sollen.
Welche pflegerischen Maßnahmen erfolgen bei Pflegeproblemen? Die Planung von Maßnahmen sind in einer Pflegeplanung zu dokumentieren. Dabei wird beschrieben, mit welchen Pflegehandlungen ein Pflegeziel erreicht werden kann (soll). Manchmal sind mehrere Maßnahmen zur Erreichung eines Zieles erforderlich. Als nächster Schritt erfolgt die Maßnahmenplanung. Man spricht von verschiedenen zeitlich gebundenen Zielen wie z.B. das Nahziel = man erkennt anhand des Pflegeproblems, dass es relativ schnell behoben sein kann. Während es bei einem Fernziel länger dauern könnte. Bei weiteren Maßnahmen ist das Ziel einen z.B. stabilen Zustand zu erhalten oder Pflegeprobleme, die nicht veränderbar sind, seelisch zu bewältigen oder einen physischen Zustand zu rehabilitieren. Oft erfolgt dieser Weg in kleinen Schritte und einigen Teilzielen. Es können auch mehrere Maßnahmen zur Erreichung eines pflegerischen Zieles erforderlich werden.
Welche Bedeutung hat die Evaluation in der Pflege? Schließlich wird der Erfolg der Maßnahmen in der Evaluation= der Erfolgskontrolle  überprüft, um dann ggf. bei Nichterreichung des Zieles erneut zu planen. Wie oben bereits beschrieben, wird konkret festgelegt mit welchen Maßnahmen das festgelegte Ziel erreicht werden kann (soll). Dabei spielen die Pflegeplanungen eine der zentralsten Rollen und es ist ein Muss, dass sie jederzeit für alle Mitarbeiter des pflegerischenund therapeutischen Teams griffbereit sind. Die Maßnahmen entsprechen in ihrer Verbindlichkeit einer  Dienstanweisung oder Verordnung. Sie sind für jeden Mitarbeiter in der Pflege verbindlich einzuhalten und durchzuführen. Veränderungen müssen pflegetheoretisch begründet und für jede/n  Mitarbeiter/in  transparent sein, damit nicht jeder etwas anderes macht.
Pflegedurchführung Die Umsetzung der geplanten Pflege soll, entsprechend dem festgelegten Pflegeplan, unter Berücksichtigung der psychischen, physischen und sozialen Situation der/s Bewohner/in erfolgen. Folgende Faktoren sind dabei zu berücksichtigen:  - Bewohnerprobleme - Gebrauch notwendiger Hilfsmittel,  - Einsatz der Pflegenden entsprechend ihrer Ausbildung,  - Motivation und Haltung im Pflegeberuf - Personalwechsel und Zeitfaktor, - Ausmaß der Unterstützung durch Bewohnerinnen und Bewohner. Evaluation (lat. Begriff = Bewertung) Erfolgskontrolle Der Schritt der Evaluation oder auch Erfolgskontrolle in der Pflegeplanung, ist der Abschluss pflegerischen Handelns nach einem vorher festgelegten Zeitrahmen. Das kann nach einer Woche oder einem Monat sein. Die Evaluation kann der Abschluss eines Pflegeprozesses sein. Es kann aber auch nur ein Zwischenschritt zur Aktualisierung der Pflegeplanung für einen weiteren Zeitrahmen sein.
Wertigkeit der Pflegevisite Eine Pflegevisite ist ein Evaluationsinstrument des Pflegeprozesses. Sie wird durch den Besuch der Pflegedienstleitung oder deren Vertretung bei einer Bewohnerin oder einem Bewohner durchgeführt. Es ist eine Prüfung des aktuellen Pflegezustandes auf Zielerreichung und Verbesserungsmöglichkeiten, oder um direkt Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Ein Besuch der Bewohnerin oder des Bewohners durch die Pflegedienstleitung ist: das wichtigste Evaluationsinstrument zur kontinuierlichen Kontrolle und ggf. Anpassung der Kernindikatoren im Pflegeprozess. Ein Schnellboot zur wirksamen Sicherung hoher Prozessqualität. Ein kurzer Kontrollbesuch von durchschnittlich 10-15 Minuten Dauer  (+/- 5 Minuten) einschließlich der Dokumentation der Ergebnisse im Berichtsblatt, der Pflegedokumentationin häufig genutztes Instrument zur Überwachung und Steuerung des Pflegegeschehens. Sie dient der frühzeitigen Gefahrendiagnose und direkten Gefahrenabwehr.
Bedeutung der Bezugs- und Bereichspflege Die Bezugspflege beschreibt eine ganzheitlich orientierte Vorgehensweise innerhalb der Arbeitsorganisation der Altenpflege, bei der die Zuordnung einer Pflegekraft zu einer bestimmten Gruppe Pflegebedürftiger den Arbeitsablauf innerhalb einer Pflegeeinheit strukturiert. Was unterscheidet die direkte Bereichspflege von der indirekten Bereichspflege? Die Zuteilung des Pflegepersonals, die eine direkte Bezugspflege ausführen, ist in der Praxis nicht immer trennbar von der indirekten Bezugspflege. Sie richtet sich nach den in den Diensten vertretenden Pflegemitarbeiterinnen und Pflegemitarbeitern. Das heißt, alle in der Pflege Beschäftigten sind am Pflegeprozess beteiligt. Die individuelle Pflege richtet sich nach den Bedürfnissen der Bewohnerin und des Bewohners. Welche Aufgaben übernimmt eine Patin als Bezugspflegerin und ein Pate als Bezugspfleger? Sie übernehmen oder delegieren Aufnahmen, z.B.:  - die Heimaufnahme, - die Erstellung der Dokumentation, - die Bestandsaufnahme eingebrachter Wäsche, - die Bezeichnung der Wäsche mit Namen, - den Ablauf des Pflegeprozesses, - die Zimmerpflege  und berücksichtigen die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche. Zu dem Bezugspflegesystem haben wir einen eigenen Standard entwickelt. Bei Interesse, kann darin Einblick genommen werden. Sprechen Sie die Pflegemitarbeiterinnen und Pflegemitarbeiter an.